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Die
wunderbare Blumenwelt der Silke Leffler
Graziös sind sie und selbst bei üppiger Körperfülle
voller Anmut und Liebreiz. Die Figuren der Illustratorin Silke
Leffler scheinen einer Welt zu entstammen, die uns fremd und dennoch
vertraut ist. Und ob heiter oder melancholisch - man muss diese
zauberhaften Blumenwesen einfach lieb gewinnen.
Stellen Sie sich vor, Sie würden Wochentage in Farben
sehen. Oder auch Buchstaben oder Zahlen. Dann erschiene Ihnen
ein Mittwoch vielleicht motivierend Rot und ein Freitag entspannend
Blau. Oder ein "S" wäre grün, ein "K"
dagegen lila. Dann gehören Sie zu denjenigen, bei denen verschiedene
Sinne miteinander verknüpft sind. Zu den sogenannten Synästhekern,
die zum Beispiel "Farben hören", wo es eigentlich
nut etwas zu sehen gibt oder "Worte schmecken", wo andere
nur hören.
Ohne Zweifel gehört Silke Leffler zu denjenigen, deren Sinne
besonders harmonisch zusammenarbeiten und auf diese Weise die
Welt noch bunter machen. Sie sieht Buchstaben und Zahlen farbig,
so dass selbst der langweiligste Text oder die komplizierteste
mathematische Gleichung ein farbenfrohes Gesicht bekommen.
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In einer Art kreativem Chaos lassen sich dabei unendlich viele liebevolle
Kleinigkeiten entdecken, die trotz ihrer scheinbar willkürlichen
Zusammenstellung alle ihren Platz haben.
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woher kommen die Impulse für Silke Lefflers filigrane und bezaubernde
Fantasiegestalten? Für tanzenden Klatschmohn oder träumende
Veilchen? "Kinder spielen dabei eine große Rolle",
verrät die Künstlerin. "Ihre Art, die Dinge unbekümmert
und ohne Vorbehalte anzugehen fasziniert mich." Und so ist es
der große Wunsch der Illustratorin, dass sich auch Erwachsene
etwas mehr von dieser Unbeschwertheit bewahren. |
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Silke
Leffler besitzt die Gabe, scheinbar Unbedeutendes im Alltag oder in
der Natur zu erkennen, und dies als treffende Charakteristik auf das
Wesen ihrer Figuren zu übertragen.
So wirken die Schneeglöckchen-Begleiterinnen still |
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und schläfrig,schließlich blühen sie im Winter und
die Energiequellen müssen erst wieder in Schwung gebracht werden.
Oder der Blumenkohl bittet die Möhre aufs Tanzparkett und wirkt
mit seiner "Röschenfülle" dabei ganz schön
stürmisch.
Die 35-jährige Illustratorin versteht es, mit großer Sensibilität
eine Vielzahl origineller Individuen zu kreieren.
Dabei strahlen die Gestalten eine ganz eigene Fröhlichkeit aus,
die sich gegen die graue Alltagswelt |
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Wen
wundert es da, dass die gebürtige Vorarlbergerin einen kreativen
Beruf gewählt hat? Schon als Kind nahm sie am liebsten zeichnend
am Familienleben teil und verarbeitete so ihre Eindrücke. Und
davon hatte sie eine Menge, denn dank ihrer reiselustigen Eltern ist
Silke Leffler in Österreich, Holland, mehreren Ländern Afrikas
uns Süddeutschland aufgewachsen. Von dieser glücklichen
Kindheit erzählt auch ein Blick in ihr Atelier. Will man die
Atmosphäre mit einem Wort beschreiben, könnte man von einer
einzigen großen "Collage" sprechen. |
und alle Eintönigkeit stellt. Und das ganz ohne Uniformität
oder übertriebenen Witz. Größenverhältnisse
werden aufgehoben und gewohnte Sichtweisen verändert. Überraschungsmomente,
mit denen Silke Leffler uns immer wieder fesselt und uns ganz tief
in ihre Zauberwelt hinein zieht.
Das Andersen Märchenbuch, F. Reichenstetter,
Silke Leffler, Annette Betz Verlag
Bloom`s Frühlingsausgabe, Januar
2006
www.blooms.de |
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