mein schönes zu hause, Februar/ März 2009  

 

Artikel Mein schönes zu Hause Februar/März 2009

Silke Lefflers Adresse bei Rottweil hat etwas von dem Feen- und Zauberhaften, das viele ihrer Kinderbuchillustrationen kennzeichnet: Die über Deutschland hinaus bekannte Textildesignerin und Buchgestalterin (38), die als Kind mit den Eltern in Tansania lebte, ist heute selbst Mutter dreier Kinder. Auffälligste Veränderung, die das Haus bewirkte? "Dass es uns ermöglichte, was wir in den Elternhäusern kannten, aber in einer Wohnung so nie praktizieren konnten: Gastfreundschaft leben, ohnemit Enge bestraft zu werden."
Beschreiben Sie Ihr (Traum-)Haus - als wäre es ein Mensch.
Silke Leffler: Charmant, einfühlsam, individuell, groß gewachsen mit positiver Ausstrahlung und starkem Charakter.
Macht ein eigenes Haus immobil?
Im Gegenteil. Es gibt mehr Freiheit und beflügelt. Gleichzeitig macht es mehr Freude aufs Reisen, denn es gibt einem nach der Reise das schöne Gefühl der heimatlichen Wurzeln.
Ist ein eigenes Haus in Zeiten allgemeiner Wurzellosigkeit überhaupt noch zeitgemäß?
Vermutlich gerade deshalb.
Was verdanken Sie Ihrem Elternhaus?
Das Privileg, in zwei sehr unterschiedlichen Kulturkreisen aufgewachsen zu sein, den Sinn für (Gast-)Freundschaft und Toleranz und Tugenden wie Ausdauer, Selbstdisziplin und Fleiß.
Sie haben die Wahl: Wo würde Ihr Traumhaus stehen - und warum?
Mein Traumhaus würde in der perfekten Vereinigung von Wasser und Bergen im europäischen Süden stehen. Sprich irgendwo am See mit Blick auf die Berge oder aber in den Bergen mit Blick auf die See, weil es für mich atmosphärisch gesehen kaum etwas Kraftvolleres gibt.
Als was für einen Haustyp empfinden Sie sich?

Als einen geselligen, der ausgesprochen gern sein Nest baut und dessen Wärme spürt.
Worüber geraten Sie gerne aus dem Häuschen?
Über arrogante, eigennützige, "bequeme" und undisziplinierte Mitmenschen.
Wilhelm Busch sagt: Der Philosoph wie der Hausbesitzer hat immer Reparaturen. Merken Sie das?
Ja. Besonders wenn man in einem alten Haus wohnt, so wie wir, sprechen mein Mann und ich sehr oft von einem "Sparbüchsle".
Artikel Mein schönes zu Hause Februar/März 2009
klick on pic: pdf